Montag, 16. Dezember 2013

New Zealand - mehr als Schafe

So ich versuche jetzt in diesen Eintrag mal einiges reinzuquetschen was ich so über das Jahr loswerden wollte aber nie wusste wann oder wie oder zu faul war oder am Strand lag oder so.

Zu den Kiwis:
Nein, kein Obst - Ich hab den Fehler schonmal gemacht und Supermarkt anstatt nach KiwiFRUIT nach Kiwis ( Neuseeländern oder Kiwivögeln) gefragt und wurde daraufhin von der Verkäuferin erst komisch angeguckt und dann ein unterdrücktes Lachen bekommen.
Ich glaube Neuseeland und Australien haben nicht um sonst ihren Ruf als friendliest countrys. Auch wenn die Aussies ja die verhassten Nachbarn sind, finde ich sind sie die einzigen die an die Kiwis (fast) rankommen in Sachen Freundlichkeit. Am Anfang war ich irgendwie fasziniert davon wie einfach alle auf einen offen zugegangen sind und damit mein ich jetzt nicht die Leute in der Schule oder so sondern egal wo man hingeht, einfach in jedem Geschäft wird man angesprochen - "hi hows it going?" oder "hey hows your day?" Am Anfang war es komisch von irgendwelchen wildfremden gefragt zu werden wies einem geht aber mittlerweile ist es einfach ein bisschen smalltalk und gehört dazu. Ich glaube ich werde das in Deutschland wirklich vermissen wenn es plötzlich niemanden mehr interessiert wie mein Tag war oder was ich heute noch mache.. Man kommt einfach allgemein schneller ins Gespräch was aber nicht heißen soll dass die Kiwis aufdringliche Menschen sind, dennoch ist es leicht sie dazu zu kriegen Stunden lang über ihr geliebtes eNZed zu reden und sie laufen auch gerne mit ihren nz tattoos und shirts rum.
Dann gibts da noch die All Blacks - schon fast eine Religion. Wenn die All Blacks spielen, wird Schwarz getragen und wenn sie verlieren ( was ja fast nie passiert), sind am nächsten Tag alle ein Bisschen niedergeschlagen. Ja ich weiß ich hab gesagt Kiwis Beschweren sich nicht aber die Leistungen von Sportmannschaften sind da was anderes. Sonst ist Netball, Rudern und Segeln beliebt aber es werden auch gerne neue Sachen ausprobiert.
Neuseeland ist ja sowieso kicked back, Planen ist auch nicht so ihr Ding, was ich wenn man aus Deutschland kommt ja auch echt mal entspannend finde. In Deutschland hat man ja oft schon die nächsten 7 Tage durchgeplant, hier ist es mehr wie Annette gern sagt "go with the flow" also einfach schauen was kommt und beschwert wird sich auch nicht, man kommt schon drüber weg.
Neuseeland gehört zwar zu den sichersten Ländern der Welt, trotzdem oder vielleicht gerade deswegen vertrauen die Kiwis ihren Nachbarn und auch allen anderen Menschen wirklich sehr. So als Beispiele, die Türen stehen im Sommer eigentlich immer alle offen - ja, auch die Haustür, Autos werden aus Prinzip nicht abgeschlossen und wenn ein Schlüssel mal verloren geht dann macht das nichts, dann werden sie einfach nachgemacht. Sweet.
Okay und was genau ist jetzt ein Kiwi?
Ich finde die beste Erklärung dafür hat mir bis jetzt ein Berliner den wir nach einem Tag in der Stadt um 11 Abends im Bus getroffen haben (andere Story...), gegeben:

"Kiwi ist keine Nationalität, Kiwi ist ein Lifestyle!"


Zum Essen:
Zucker und Fett sind in allem drin. In Naturjoghurt ist hier die zweite Zutat Zucker!? Die "typisch neuseeländischen" Speisen sind ja sowieso ein Bisschen eigen. Marmite zum Beispiel, eine Art Maggi was so hoch konzentriert ist dass es fest wird und das ist man mit Butter auf möglichst weißem Toast, anderes Brot gibts hier ja nicht. die Mehrheit der nicht Kiwis findest einfach nur eklig, ich mochte es am Anfang auch nicht aber ich hab mich dran gewöhnt. Für die, die einen Schritt weiter gehen wollen, man kann auch noch Chips draufmachen um das ganze ein bisschen knuspriger zu machen & es dann Marmite-chippi-roll/sandwich nennen.
Auf Pizza wird hier sowieso alles drauf gemacht was man grade findet, Spaghetti, Pommes, patato wedges etc.. Ketchup & Mayo kommen auch noch oben drauf. Aber mayo ist hier auch so ein allgemeinwürzmittel, kommt auf Burger, Salat, wraps.. Und Ketchup gibts nicht sondern tomato sauce. Ist doch das gleiche? Nein. Kiwis lieben ihre watties tomato sauce die für mich ein Bisschen wie Tomatenmark mit Zucker und ketchup Konsistenz schmeckt.
Spaghetti gibts in Konservendosen und das wird auch gerne zum Frühstück gegessen. Alternativ gibts noch weet-bix, eine Art Vollkorn weizen Keks der in Milch aufgeweicht wird und dann auseinanderfällt, schmeckt nicht nach besonders viel aber ich ess es gerne. Kalte Wintermorgen wenn mal wieder die heater aus sind und man gar nicht aus dem Bett will, werden von einer in der Mikrowelle aufgewärmten Schüssel weet-bix mit einem halben Pfund Zucker, Nutella, Banane, Peanut butter oder was sonst noch Geschmack dran bringt gleich erträglicher gemacht.
Klingt doch alles eklig? Muss man ausprobieren, manche Sachen davon können echt gut schmecken.
Gibt dann aber auch noch die Sachen die ohne Frage lecker sind so wie Hokey Pokey, Vanilleis mit Karamell Stückchen drin und Pavlova (haben die kiwis nicht die Aussies erfunden!), aufgeschlagenes Eiweis mit Zucker das für 2 stunden in den Ofen kommt und davon außen knusprig und von innen weich ist. Kann man dann mit Obst oder Marmelade oben drauf essen. Und dann noch BBQ's die im Sommer einfach nicht wegzudenken sind.

Zu Nz Selber:
In Deutschland leben ja 16 mal soviel Menschen au der gleichen Fläche und das zeigt sich auch. Obwohl Auckland die Größte Stadt in nz ist, hat so gut wie jeder ein Haus und fast niemand wohnt in Hochhäusern.Warum auch, ist ja nicht nötig, man hat ja den Platz. Auf der südinsel ist noch weniger los, man kann locker für 3 Stunden auf der gleichen Straße fahren ohne auch nur einem Auto zu begegnen geschweige denn Handynetz zu haben. Wär auch irgendwie schade bei der Landschaft nur am Handy zu hängen. Die werd ich jetzt mal nicht näher beschreiben -> Fotos

Und jetzt noch ein paar random Fakten:

- Der Bus hält nur wenn man die Hand raushält, wenn nicht rauscht er einfach an einem vorbei.
- Briese in Wellington -> Orkan in Deutschland.
- Im Winter wird die Wäsche in der Garage aufgehängt. Mit Geduld wird sie dann auch bei 80% Luftfeuchtigkeit und 3 Grad nach 5-7 Tagen trocken.
- Schuhe werden überbewertet. Und wenn man sie in die Schule etc. mal für ein paar Stunden anziehen muss, werden sie sobald man aus dem Bus ausgestiegen ist wieder ausgezogen.
- If you have been there one time, you never want to go back home, because you love the people and the country. If you returned home after a trip, you want to go back.

So ich hoffe ich konnte euch das andere Ende der Welt ein Bisschen näher bringen. Trotzdem bleibt noch eins zu sagen: 

One’s destination is never a place, but a new way of seeing things. 
                              - Henry Miller



Sonntag, 15. Dezember 2013

progressive x-mas

Gestern Abend hatten wir unser progressive christmas dinner. Ist sowas wie tradition, immer vor Weihnachten organisiert meine Familie mit den beiden andern Familien mit denen wir auch immer Rugby gucken oder in Mangwhai waren ein dinner bei dem jeder einen Gang vorbereitet. Wir hatten erst Vorspeise bei donna und Anthony, main bei Emmas Gastfamilie & dessert bei uns. Danielle und ich standen dafür den ganzen tag in der Küche aber hat sich gelohnt. Außerdem musste noch jeder ein Geschenk für $5 besorgen und die kamen alle in einen Sack, danach wurden Zahlen ausgelost und wer 1 hatte durfte zuerst ein Geschenk rausnehmen und immer so weiter aber wenn man das Geschenk von jemand anderem wollte durfte man es ihm klauen und derjenige musste dann ein neues aufmachen und dann gings einfach wieder weiter. Weihnachtsmusik ist gelaufen und wir hatten sogar fake Schnee aus der Dose aber es ist trotzdem Sommer. Emma und ich sind dann um 12 noch schnell in den Pool gesprungen - irgendwer neidisch?
Also wie ihr seht hatten wir nen echt gute Abend aber immer wenn irgend sowas richtig cooles passiert denk ich ich will ja eigentlich gar nicht nach Deutschland zurück.. 











14. December 



Am Freitag in mission bay und in der Stadt:





Freitag, 13. Dezember 2013

What is exchange?

Ich dachte es interessiert euch vielleicht was so ein Auslandsjahr überhaupt ist und hab da diesen Spruch gefunden den ich echt schön fand:
Exchange is about learning. It’s not as simple as learning whatever it is that’s taught in school, though. It’s about learning how to listen, how to speak, and how to think. Learning who you are, who your friends are, and the type of people you want as friends. Learning how to trust your innermost feelings, and how to find those feelings in the first place. It’s about learning what is really important to you, and learning what you don’t really give a damn about.Exchange is about learning how to tolerate, how to accept, how to like, and how to love. Learning how to give as well you receive, and how to trust that everything will even out on its own. It’s about learning that your mom and dad do have the right answers sometimes, and that your kid brother isn’t such a dumb little kid anymore.Exchange is about learning to treat people as people and not as stereotypes. Learning that sometimes a kiss isn’t just a kiss, sometimes it means more, and sometimes it means less. Learning how to achieve, how to succeed, and how to accomplish. It’s about learning how not to come in first place and still be proud, and about coming in last and learning how to admit that you could’ve done better.Exchange is about learning that large parties don’t necessarily mean a good time. Learning that loneliness doesn’t go away in a crowd, and that sometimes it’s okay to be by yourself on a Friday or Saturday night. It’s about learning that your lunchtime crowd doesn’t constitute your popularity, and that popularity is all a matter of perspective. It’s about learning that boredom is simply laziness of the mind, and that watching three hours of TV every night is not quality relaxation time.Exchange is about learning how to pack a bag and how to pack a room full of way too much stuff. It’s about learning that people probably like you a whole lot more than they will ever tell you and that it’s your responsibility to make sure your friends know how much you appreciate them. It’s about learning that simply doing what you’re supposed to do isn’t enough, you need to put forth twice the effort in order to fully grasp whatever it is that’s sitting in front of you. It’s about learning how to make people smile.Exchange is about learning how to miss people enough to not stick them in the past, and how to not miss them so much that it keeps you from moving into the future. Learning how to motivate yourself and how to motivate others. Learning what the phrase "make do" means and how to use it to make it seem as if you’re not simply "making do".Exchange is about learning. Learning how to live.

Sonst finde ich vergeht die Zeit einfach viel zu schnell und ich weiß nicht wirklich wie ich das erklären soll aber für mich ist einfach noch nicht Anfang Dezember. Von einem Jahr ist jetzt noch knapp 1  Monat übrig und dann bin ich schon wieder in Deutschland.. Bleibt ja eigentlich nicht viel anderes übrig als nicht zu viel drüber nachzudenken und die Zeit hier und den Sommer noch zu genießen und bald habt ihr mich dann auch wieder!

Story of my life: 





Montag, 9. Dezember 2013

Fiji - Beach please

Fiji - check! Und damit ist ein weiterer Punkt auf meiner bucket list abgehakt:-)War ja eigentlich Urlaub vom Urlaub und einfach sooo schön. Ziemlich heiß und hohe Luftfeuchtigkeit aber zum entspannen wars gut. Wir haben 2 Nächte auf der Hauptinsel verbracht und die restlichen fünf auf einer Insel auf der außer unserem Resort nichts war. Man hatte den Strand direkt vor der Tür und konnte sich eigentlich die ganze Zeit von Ananas, Papaya & Wassermelone ernähren (soll aber nicht heißen dass wir das gemacht haben). Eigentlich haben wir auch den ganzen Tag lang nur am Strand, am Pool oder in ner Hängematte gelegen, ab und zu waren wir aber auch auf andere Inseln oder  schnorcheln, war richtig schön. 
"How marvelous it is to do nothing and then relax from doing nothing"
-Heinrich Zille
 
Einmal sind wir mit nem Boot rausgefahren und und dann da ins Wasser und auf einmal ist ein Hai unter uns her geschwommen, zwar nur ein kleiner aber immerhin. Zu den gefährlichen Tieren dort: Von denen wusste ich nichts, war auch besser so weil jetzt wo ich's weiß, will ich nicht noch mal hin. 
Die Leute waren aber richtig nett und überall wurde man mit "Bula" was soviel wie hallo heißt, begrüßt. Aber trotz der schönen Strände und allem ist Fiji ziemlich arm und wenn man in die Stadt geht wird man von allen Seiten angestarrt.. 
Was noch ein Bisschen seltsam ist, ist wenn man bei 30 Grad mit Bikini & Handtuch zum Mittagessen geht und plötzlich Weihnachtsmusik läuft aber schlecht ist es nicht. Genug erzählt, schauts euch doch selbst an: 




Unsre Insel 

andere Insel 













Felix, Louisa, Kathalena, ich, Svea, Alisha,
 Johannes, Maureen & Sophie



Wenn ihr noch andere Blogs lesen wollt, hier ist der link von Claras: